Physiotherapie

Bedeutung

Physiotherapie kommt aus dem altgriechischen und heißt so viel wie „das Wiederherstellen der natürlichen Funktion“. Es ist also eine alternative Therapieform, mit der vor allem die Bewegungs- und Funktionsfähigkeit des Pferdes wiederhergestellt, verbessert oder erhalten werden soll.

Physiotherapie ist ein Oberbegriff, bei einer Behandlung wende ich folgende Techniken an:

  • Gelenkmobilisation
  • Massagetechniken
  • Stresspunktmassage
  • Triggerpunktbehandlung
  • Dehnungen
  • Narbenbehandlungen
  • Thermotherapie (Wärme/Kälte)
  • Physikalische Therapien (z.B. Elektro-Therapie, Matrix-Therapie)
  • Dry Needling
  • Lymphdrainage
  • myofasziale Techniken
  • Faszien-Behandlungen

Ziele

Die Ziele einer physiotherapeutischen Behandlung sind vor allem die Schmerzreduktion, Wiederherstellung und Förderung bei Funktions-, Bewegungs- und Aktivitätsstörungen des Bewegungsapparates, aber auch die Leistungsverbesserung des Pferdes. So ist eine Behandlung nicht nur bei Problemen oder in der Rehabilitation sinnvoll, sondern vor allem auch während und nach einer Lahmheit, die die schulmedizinische Versorgung optimal unterstützt oder sportliche Leistungen verbessert.

Ganz nach dem Motto „Vorsorge ist besser als Nachsorge“! So können durch eine physiotherapeutische Behandlung schon kleinste myofasziale Störungen entdeckt und direkt behandelt werden bevor Probleme auftreten.

Indikationen

Eine physiotherapeutische Behandlung ist vor allem sinnvoll bei

  • Rücken- und Halsproblemen
  • unnatürlicher Kopf- und Schweifhaltung
  • Gelenkblockaden
  • Instabilität des Körpers
  • Sehnen-, Bänder- und Muskelverletzungen oder Muskelschwund
  • Lahmheiten mit ungeklärter Ursache
  • Leistungsminderung
  • Taktfehler
  • Rittigkeitsproblemen
Muskeltherapie

Die meisten Dysfunktionen, egal ob durch Verletzungen oder Fehlbelastungen ausgelöst, ziehen einen Adaptationsvorgang nach sich, der oft seinen Ausgangspunkt im neuromuskulären System hat. Die Weichgewebe verkürzen sich und der Körper nimmt eine Schonhaltung ein, dadurch verringert sich die Bewegungsamplitude.
Nicht selten lösen Weichteilverletzungen, ausgelöst durch Lahmheiten oder Rittigkeitsproblemen und damit verbundene Schonhaltungen, artikuläre Blockaden aus.

Ablauf

Die Behandlung orientiert sich nach der klinischen Befunderhebung, dazu gehört eine ausführliche Anamnese (Vorgeschichte), hierfür benötige ich alle Unterlagen zu bereits durchgeführten Behandlungen, inkl Röntgen- und Ultraschallbilder, Beurteilung des Allgemeinzustandes und des Muskeltonus, Exterieurbeurteilung, Gangbildanalyse und die Gelenkfunktionsprüfung.

Nachdem ich das Pferd abgetastet und die Muskulatur und beweglichkeit der Gelenke erfühlt und getestet habe, werden die Befunde behandelt.

Ich trenne in einer Behandlung die Physiotherapie von der Chiropraktik nicht. Denn Blockaden – v.a. an der Wirbelsäule – löse ich direkt chiropraktisch und arbeite faszial und muskulär mit physiotherapeutischen Griffen nach.

Zum Schluss einer Behandlung kommen dann je nach Bedarf noch physikalische Therapien, wie der Bemer, das Matrix Rhythmus Gerät, das Taping oder die Akupunkturnadeln zum Einsatz.